DDr. G�nter Wiesner, Facharzt f�r Zahnheilkunde, Kieferheilkunde und Mundheilkunde

Implantologie

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Was ist ein Implantat?

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Diese künstliche Zahnwurzel hat die Form einer kleinen Schraube, die aus Reintitan besteht. Das Implantat wird in den Kieferknochen inseriert und kann eine Implantatkrone aufnehmen. Diese Krone wird entweder fest mit dem Implantat verschraubt oder darauf zementiert. Ist die Zahnlücke größer, sind mehrere Implantate notwendig.Damit können auch zahnlose Patienten mit einer festsitzenden Implantatbrücke versorgt werden. Sogenannte Hybridprothesen können mit Hilfe von Implantaten stabilisiert werden.

Eine Implantattherapie ist also immer dann sinnvoll, wenn eine Zahnlücke geschlossen werden soll, oder wenn ein abnehmbarer Zahnersatz (Prothese) nicht ausreichend Halt bietet.

 

Wie funktioniert eine Implantattherapie?


In örtlicher Betäubung wird mit einem kleinen chirurgischen Eingriff das Implantat in den Knochen eingesetzt. Nach dem Vernähen der Wunde lässt man das Implantat für 3 Monate einheilen. In dieser Zeit verwächst das Implantat mit dem Knochen. Erst nach dieser Einheilphase wird das Implantat mit einer Krone oder Prothese belastet.
In speziellen Fällen kann auch eine sogenannte Sofortbelastung durchgeführt werden, dabei wird das Implantat sofort nach dem Setzen mit einem Aufbau belastet (z. Bsp.: Krone, Brücke, Prothese,...). Dieses Vorgehen ist nur in ausgesuchten Fällen sinnvoll.


Ist eine Implantattherapie bei jedem Patienten möglich?

Eine Implantattherapie ist prinzipiell immer möglich, es sei denn man leidet unter speziellen Knochenerkrankungen. Wenn nicht genug Knochen für ein Implantat vorhanden ist, kann es notwendig sein,dass vorher ein Knochenaufbau durchgeführt werden muss. Für den Knochenaufbau stehen, je nach Größe des Defektes, Knochenersatzmaterialen zur Verfügung oder es kann eine Knochenverpflanzung durchgeführt werden.
Welche Methode für den Knochenaufbau angewandt wird hängt von der jeweiligen Situation ab. Für den Knochenaufbau ist manchmal ein zweiter kleiner chirurgischer Eingriff notwendig. In einigen Fällen kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantatinsertion stattfinden.
In komplexen Fällen ist eine spezielle Röntgenaufnahme (Computerthomographie) des Kiefers empfehlenswert. Damit ist es möglich die spätere Implantatposition bereits vorher am Computer zu planen (Nobel Guide) und mit einer maschinell hergestellten Bohrschablone umzusetzen. Im Idealfall ist dadurch ein Knochenaufbau nicht mehr erforderlich.



Wie lange hält ein Implantat?

Ein Implantat benötigt die selbe Pflege (Mundhygiene) wie ein natürlicher Zahn. Bei guter Mundhygiene kann von einem Erhalt des Implantates von mindestens 20 Jahren ausgegangen werden. Auch mit einem längerem Erhalt des Implantates ist bei regelmäßiger Kontrolle zu rechnen. So wie sich der Zahnhalteapparat entzünden (Parodontitis) kann, ist auch eine Entzündung des Knochens rund um das Implantat möglich (Periimplantitis). Deshalb müssen die Bakterien (Zahnbelag) von der Oberfläche des Implantates bei der häuslichen Mundhygiene, genauso wie bei natürlichen Zähnen, entfernt werden.

 

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